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Juli 2005

Das ist neu!

Seit dem Start im November 2002 hat sich einiges auf litsal.de getan. Inzwischen gibt es über 50 Rezensionen und es werden ständig mehr.

Und damit litsal.de weiter wächst und gedeiht, brauchen wir Unterstützung. Denn Ruhm und Ehre zollen wir jenen, die uns ausführliche, sprach-gewandte Rezensionen zusenden und Glanz und Gloria denen, die litsal.de um aktuelle Reportagen aus dem Literatur-, Kunst-, Kulturbetrieb bereichen.
Engagierte, talentierte Kulturköpfe schreiben daher an ich-will-mitmachen@litsal.de.

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Projekte

Celebrity Deathmatch –
Goethe vs. Kafka

Hätten Sie gedacht, dass Fontanes Wortschatz größer war, als der von Kafka? Und dass Kant längere Sätze schrieb als Goethe, aber einen kleineren Wortschatz hatte? Dies und mehr herauszufinden, schickt sich dieses litsal.de-Projekt an. Ein Preview …  

Diskussion

Houellebecq

»Plattform« hieß der im August 2001 in Frankreich bei Flammarion erschienene neue Roman von Michel Houellebecq und hat ihn jetzt wegen »rassistischer Beleidigung« und »Anstiftung zu religiösem Hass« vor die Pariser Gerichte gebracht. Aber auch in Interviews greift Houllebecq den Islam immer wieder massiv an. Ein Hintergrundbericht.

Oriana Fallaci

Mit »Die Wut und der Stolz« hat die Italienerin Oriana Fallaci eine heiß diskutierte politische Kampfschrift dem Volk zum Fraß vorgeworfen. Darf sie das? Und vor allem: war das notwendig? Sollten Journalisten solche Bücher schreiben? Und überhaupt: Ist die moderne Literatur zu unpolitisch? Gedanken zum Stand der Dinge und der Frage: »Was kommt jetzt?«

   

litsal.de | Rezensionen

Gesamtübersicht

Hier finden Sie nun die komplette Übersicht aller bisher erschienenen Rezensionen.

Ludovico Ariosto, »Orlando Furioso«

 

Fünfhundert Jahre ist es her, dass Ludovico Ariosto, genannt Ariost, einst sein großes Epos Orlando Furioso (»Der – vor Eifersucht – rasende Roland«) schuf.
Volker Maria Neumann hat sich die Vertonung angehört, die der WDR in der größten Hörspiel-produktion des Jahres 2004 mit über 40 Schauspielern als Sprecher zum Leben erweckt hat … 

Thommie Bayer, »Das Aquarium«

 

Der Erfolg seines Romans »Einsam, Zweisam, Dreisam« liegt schon fünf Jahre zurück – das neue Buch besitzt alles, den damaligen Erfolg noch zu übertreffen: »Das Aquarium« ist eine rasant erzählte Liebesgeschichte, die gegen Ende mehr und mehr Züge eines packenden, niveauvollen Krimis annimmt … 

Thommie Bayer, »Die gefährliche Frau«

 

Das Herz ist eine miese Gegend und Thommie Bayer erzählt auch in »Die gefährliche Frau« wiede eine rasante, fiese und vertrackte Geschichte, die 2005 auch als Hörbuch erschienen ist. Für knapp 23 Euro gibt es fast fünf Stunden »solides« Kopfkino …

Baumunk Wohlfahrt, »Countdown läuft«

 

In Zusammenarbeit mit der LiteraturWERKstatt Berlin und der Ausstellung »Sieben Hügel – Bilder und Zeichen des 21. Jahrhunderts« der Berliner Festspiele brachte der Eichborn Verlag ein ebenso ungewöhnliches wie interessantes Buch-Projekt auf den Markt: »Countdown läuft« versammelt sieben Sience-fiction-Erzählungen deutscher (Jung-) AutorInnen, die auf unterschiedliche Weisen literarische Lichter ins neuen Jahrhundert reißen …

Frédéric Beigbeder, »39,90«

 

Sollte ein Werbetexter einen Werbetext gegen die Werbung schreiben? Ist Frédéric Beigbeder Opfer seiner eigenen Betriebsblindheit geworden? Ob man Beigbeders vermeintliche Abrechnung dennoch ernstnehmen kann, verrät Stefan Gentz …

Frédéric Beigbeder, »Memoiren eines Sohnes aus schlechtem Hause«

 

Ein Roman will es sein – und damit fängt die Lüge auch schon an, denn das ist es ganz gewiss nicht, dies neue alte Buch des französischen Buchstaben-Stars Beigbeder. 

Maxim Biller, »Esra«

 

Eigentlich würden wir Ihnen empfehlen, sich über dieses Buch Ihre eigene Meinung zu bilden. Aber nach einer Reihe von Gerichtsprozessen hat nun der Bundesgerichtshof bestätigt, was schon das Landgericht München geurteilt hatte: »Esra« bleibt verboten. Dürfen Autoren ein Buch schreiben, das die Realität abbildet? Und wo ist die Grenze zur Fiktion? Was darf die Kunst? Ein Kommentar von Stefan Gentz …

Dieter Bohlen, »Nichts als die Wahrheit«

 

Wenn Katja Kessler, Ehefrau des Bild-Chefredakteurs Kai Diekmann, und eben jene Bild-Redakteurin, von der die bedeutungsvollen Sätze neben den »Miezen« auf Seite eins stammen, sich aufmacht, um für Dieter Bohlen eine Biographie zu schreiben, dann reibt man sich verwundert die Augen. Strengenommen hat Frau Kessler einen sehr guten Job gemacht. Nur der Dieter, der ist halt schon ein Problem.
Aber die Verkaufszahlen machen den Erfolg. Nun droht Teil 2 …

Joachim Bessing, »WIR MASCHINE«

 

Was soll man nur von diesem Buch halten? Natürlich, zuerst denkt man an Beigbeder. An 39,90. Und an Pop-Literatur. An Ironie Is Over und Tristess Royal. Und das Schlimme ist, von all dem hat die "Wir Maschine" etwas. Über den Unterschied zwischen Beigbeder und Bessing, Lounge Chairs und einen Ausflug in den Irony-Is-Over-Club schreibt Stefan Gentz …

Else Buschheuer, »Ruf! Mich! An!«

 

Paprika heißt die Protagonistin in diesem Buch. Und genauso scharf ist sie auch.
Nehmen Sie sich in Acht! …

Else Buschheuer, »Das New York Tagebuch«

 

Das New York Tagebuch (www.else-buschheuer.de): Es sollte nur für drei Monate sein, als Else Buschheuer für ein Praktikum zum Aufbau-Verlag nach New York ging. Doch dann kam alles anders. Da kam der 11. September 2001 dazwischen. Und Frau Buschheuer führte fleißig Tagebuch …

Tracy Chevalier, »Wenn Engel fallen«

 

Wer ihren zweiten Roman »Das Mädchen mit dem Perlenohrring« gelesen hat, wird maximale Erwartungen an ihren jetzt auf Deutsch erschienenen dritten Roman stellen – und nicht enttäuscht werden. Die englische Autorin Tracy Chevalier stellt mit »Wenn Engel fallen« erneut ihre Klasse unter Beweis …

Doc Comparato, »Von der Entdeckung des Paradieses«

 

Volker Maria Neumann hat Doc Comparatos »Von der Entdeckung des Paradieses« gelesen, der in Deutschland bei dtv erschien. Irrwitzig und gemein sei das Buch, scharfzüngig und in jeder Hinsicht hoffnungslos überspitzt …

Katrin Dorn, »Milonga«

 

»Tango ist ein Tanz, der von dem erzählt, was man nicht hat,« verrät Katrin Dorn, Gründerin der Leipziger Literaturzeitschrift »Edit – Papier für neue Texte« und Autorin (»Der Hunger der Kellnerin«, 1979; »Lügen und Schweigen«, 2002) in ihrem dritten Roman »Milonga«, für den sie mit dem Hamburger Förderpreis für Literatur bedacht worden ist …

Tanja Dückers, »café brazil«

 

Mit »café brazil« legte die 1968 in Berlin geborene Tanja Dückers 2001 nach ihrem ersten Roman »Spielzone« (1998) wieder einen Erzählband vor. Und der hat es in sich …

Karen Duve, »Regenroman«

 

Karen Duve hat sich hier sehr bemüht. Herausgekommen ist zumindest ein netter Roman für die verregnete Jahreszeit. Allerdings sollte man nicht zuviel erwarten, denn es ist weder wirklich spannend noch besonders originell. Stefan Gentz würde das Buch gerne einer gelangweilten, Brigitte lesenden, Hausfrau schenken. Aber lesen Sie selbst …

Oriana Fallaci, »Die Wut und der Stolz«

 

Eine »Zumutung an der Grenze zur Erträglichkeit« finden manche diese Kampfschrift. »Wichtig und überfällig« sagen andere. Fest steht: Fallacis »Die Wut und der Stolz« kommt weniger überraschend als gedacht …

Elena Ferrante, »Tage des Verlassenwerdens«

 

Eine großartige Leistung findet Volker Maria Neumann den Roman »Tage des Verlassenwerdens« der italienischen Autorin Elena Ferrante (»Lästige Liebe«) die hier ihre Erzählerin Olga schmerzvoll fallen und leiden lässt …

Thomas Glavinic, »Wie man leben soll«

 

Nach »Carl Haffners Liebe zum Unentschieden«, »Herr Susi« und dem Krimi »Der Kameramörder« – drei auf je eigenen Weisen originelle Romane – erscheint nun mit »Wie man leben soll« ein neues und neuerlich lesenswertes Buch des österreichischen Schriftstellers Thomas Glavinic.
Volker Maria Neumann hat das Buch gelesen und mit dem Autor gesprochen. …

Max Goldt, »Wenn man einen weißen Anzug anhat«

 

Florian Illies befand 2002 in der FAZ, dass der Autor selbst von der eigenen Form der Wirklichkeitsbeschreibung gelangweilt sei, und daher über die Form nachdenke, statt kühn drauflos zu formen. Trauere man also den Zeiten nach, da kaum jemand in der Lage war, vor eine Buchhändlerin zu treten und fehlerfrei die komplizierten Titel älterer Goldt-Bücher auszusprechen? Volker Maria Neumann befindet, zumindest das neue »Tagebuch Hörbuch« zeige einen Goldt in Bestform …

Frank Goosen, »liegen lernen«

 

Kennen Sie »Tresenlesen«? Jenes Bochumer Kabarett-Duo bestehend aus Jochen Malmsheimer und Frank Goosen? Nicht? Egal, denn Tresenlesen gibt es nicht mehr. Da hat sich Herr Goosen dann eben hingesetzt und ein Buch geschrieben: »liegen lernen«. Und unsere Rezension finden Sie hier …

Michel Houellebecq, »Plattform«

 

Er sei kein engagierter Schriftsteller, sagt Houellebcq. Und so beschreibe er lieber das Elend. Lösungen aufzuzeigen liege ihm fern. Ein Systemanalytiker, der aus seinen Analysen einen Roman macht also? Kein Wunder also, wenn Houellebecqs Bücher oft recht depremierende Geschichten erzählen. Und in und um Plattform herum schimpft Houellebecq jetzt auch noch auf den Islam. Lesen sollte man diesen großen Schriftsteller unserer Tage aber unbedingt trotzdem …

Florian Illies, »Anleitung zum Unschuldigsein«

 

Ist Florian Illies Pop? Oder einfach nur ein kreativer Plagiator? Hat er denn nichts interessanteres zu erzählen? Oder ist das ganze vielleicht doch interessanter als gedacht? Eine Anleitung zum Aufwachen …

Zoë Jenny, »Ein schnelles Leben«

 

Zoë Jenny drittes Werk. Die Autorin versuchte das Romeo-und-Julia-Motiv in den modernen Plattenbau samt Türken und Nazis zu versetzen. Ob Ihr das gelingen konnte?
Lesen Sie selbst …

Christian Kracht, »1979«

 

Sechs Jahre nach »Faserland« meldete sich Christian Kracht wieder mit einem Roman zu Wort. Die Reaktionen auf den Roman waren so zwiegespalten, wie es bei Kracht zu erwarten war. Eine Meinung lesen Sie hier …

Christian Kracht & Eckhart Nickel, »Ferien für immer«

 

Christian Kracht und Eckhart Nickel haben sich zusammen auf die Reise gemacht. Das Ziel: Die angenehmsten Ort der Welt zu entdecken. Gewidmet haben die Autoren dieses Buch »den großen Reisenden, die es besser gemacht haben.« Dabei wäre das eigentlich gar nicht nötig gewesen, findet Stefan Gentz …

Ralf Kramp, »Kurz vor Schluss«

 

Ralf Kramp, geboren 1963, lebt in Mechernich. 1996 veröffentlichte er seinen ersten Kriminalroman »Tief unterm Laub«, für den ihm im selben Jahr der »Eifel-Literatur-Förderpreis« zuerkannt wurde. »Kurz vor Schluss« ist eine Sammlung vergnüglicher Morde und genussreich zu lesen …

Karsten Krampitz, »Der Kaiser vom Knochenberg«

 

Nach »Rattenherz« und »Affentöter« legte der 1969 in der damaligen DDR geborene Karsten Krampitz 2002 mit »Der Kaiser vom Knochenberg« seinen dritten Roman vor. Krampitz, der unter anderem auch für die Berliner Seiten der FAZ schrieb, erzählt hier die Geschichte des Protagonisten Tobias Schäbitz und beweist, dass deutsch-deutsche Themen ebenso unterhaltsam wie schwungvoll sein können …

Sharon Krum, »Hauptsache berühmt«

 

Die New Yorker Journalistin Sharon Krum hat hier eine zielgenaue und satirische Tracht Prügel für unsere moderne Pop-Kultur über 425 Seiten ausgebreitet. Großartig und packend findet Volker Maria Neumann dieses Roman-Debüt …

Andrej Kurkow, »Ein Freund des Verblichenen«

 

»Wenn ich rauchen würde, wäre alles leichter. [...] Aber ich habe nie geraucht und denke, mit dreißig Jahren damit anzufangen, ist entweder kindisch oder blöd.« Was kann einem Buch noch groß passieren, das so beginnt? Nach »Picknick auf dem Eis« und »Petrowitsch« ist mit »Ein Freund des Verblichenen« der dritte Roman des russischsprachigen Autors Andrej Kurkow auf Deutsch erschienen …

Andrej Kurkow, »Picknick auf dem Eis«

 

Das Romandebüt des ukrainischen Schriftstellers Andrej Kurkow wurde viel beachtet, viel gelesen und gelobt. Jedoch, was immer über diesen Roman gesagt wurde ist falsch. Denn dieser Roman …

J. Robert Lennon, »Postmann«

 

»J. Robert Lennons Aussenseiter-Held »Albert Lippincott« wirft als »Postmann« über gewaltige 600 Seiten einen Blick auf die Falschheit und die Absurditäten der amerikanischen Gesellschaft. Volker Maria Neumann findet es einen großen Wurf …

Gabriel García Márquez, »Erinnerung an meine traurigen Huren«

 

Elke Heidenreich fand diesen Roman in der »FAZ« an Widerwärtigkeit kaum zu überbieten und verbannt ihn in die "Reihe der Altherrenfantasien". Als reichleich abgeschmackt beschreibt Gustav Seibt in der »SZ« diesen Roman von Gabriel Garcia Marquez über einen 90-jährigen "versauten, dreckigen alten Bock" und Iris Radisch meint in der »Zeit« nur einen in jeder Hinsicht kleinen Roman zu erkennen. Doch ganz so schlecht ist dieses Buch des Literatur-Nobelpreisträgers Márquez nun wirklich nicht …

Matthias Matussek, »Rupert oder Die Kunst des Verlierens«

 

Es dauerte ganze vier Jahre, bis sich der Verlag jetzt endlich entschied, das Erfolgsbuch über den chronisch erfolglosen Rupert von Spiegel-Redakteur Matthias Matussek als Taschenbuch herauszurücken. Eine ungewöhnlich lange Zeit für ein ungewöhnlich gutes Buch. …

Cilla Naumann, »Eriks Zimmer«

 

Es gibt beunruhigende Bücher und solche, die man nicht begreift. Zu jenen beunruhigenden, die wertvoll sind, da sich die Frage nach einem Begreifen gar nicht stellt, zählt der vierte, jetzt auf Deutsch erscheinende Roman der schwedischen Autorin Cilla Naumann …

Eckhart Nickel, »Was ich davon halte«

 

Am besten drucken Sie die Seite, die, wenn Sie hier klicken, gleich erscheint, auf einem Drucker aus. Nehmen Sie ruhig gutes Papier. Handgeschöpftes würde sich anbieten. Schicken Sie noch schnell nach einer Tasse heißen Tees – ruhig einen Cognac dazu – und setzen Sie sich in den großen alten Ohrensessel in Ihrer Hausbibliothek. Unter den Löwenkopf, den sie vor einigen Jahren von der Jagd in Afrika in Ihr nordisches Domizil gebracht haben. Dann lesen Sie die Seite. Ob Sie das Buch kaufen werden? …

Carsten Otte, »Schweineöde«

 

Der 1972 in Bonn-Bad Godesberg geborene Carsten Otte schickt seinen Held Raimund W. Kuballa vom westdeutschen Bonn-Bad Godesberg ins ostdeutsche Oberschöneweide und offenbart dabei einen völlig unsentimentalen und rotzfrechen Blick auf die deutsch-deutsche Befindlichkeit in den Neunzigerjahren …

Alfred Pfabigan, »Gottes verbotene Worte«

 

Die Bibel ist nicht, was sie zu sein scheint. Natürlich nicht und bei weitem nicht. Alfred Pfabigan, Professor für Kulturwissenschaften und Philosophie in Wien, hat sich die lobens- und lohnenswerte Mühe gemacht, zu sammeln, was die Kirche aus gutem Grund verschweigt, zu sammeln, was nicht den Weg in die Bibel fand …

Stephan Sarek, »African Tango«

 

Wissen Sie, was eine »Haifi-Rochade« ist?
Nein? Nun …

Stephan Sarek, »Selmas Schweigen«

 

Der Berliner Autor Stephan Sarek (»African Tango«) versuchte bereits im Alter von drei Monaten nach Brasilien auszuwandern, scheitert aber am Treppenabsatz zum Erdgeschoß. Später bekam er für seine beste Schulnote, eine 3, eine Gitarre geschenkt, die ihn zu seinem ersten und einzigem Live-Konzert im Fußgängertunnel des U-Bahnhofs Mehringdamm verleitete, dessen einziger Zuhörer, der Stadtstreicher Harry, danach öffentlich zugab, vor Freude mehrmals eingenässt zu haben. Willkommen in der wahnwitzigen Welt des Stephan Sarek …

Elke Schmitter, »Leichte Verfehlungen«

 

Verfehlungen gibt es viele, leichte erst recht. Einen Roman »Leichte Verfehlungen« zu nennen, gehört nicht unbedingt dazu. Zumindest dann nicht, wenn anderes drinsteht. Elke Schmitter – seit »Frau Sartoris« bekannt und beliebt – legt einen »Gesellschaftsroman« vor, so will es der Klappentext, und eine »anrührende Großstadtromanze« – und verfehlt doch beides …

Alexander von Schönburg, »Die Kunst des stilvollen Verarmens«

 

Er hat es auf Platz eins der Spiegel-Bestseller-Liste geschafft, und seine finanziellen Probleme dürften sich vorerst gelockert haben: Alexander Graf von Schönburg hat mit »Die Kunst des stilvollen Verarmens« eine, so liest man auf dem Cover, »ebenso intelligente wie unterhaltsame Verteidigung der Lebenskunst gegen den Konsumwahn« hingelegt. Wenig erhellend und ein bisschen unehrlich findet das Stefan Gentz … 

Peter Sheridan, »47 Rosen«

 

Zu den wenigen Menschen, von denen wir alle behaupten, sie gut und lange und jedenfalls hinreichend zu kennen, zählt dieser eine ganz gewiss: der eigene Vater. Der irische Autor Peter Sheridan erzählt in »47 Rosen« von der mindestens beunruhigenden, schlimmstenfalls schockierenden Möglichkeit, nach dem Tod des eigenen Vaters herausfinden zu müssen, dass er ein völlig anderer Mensch war, als man es selbst ein Leben lang geglaubt hat …

Peter Sheridan, »Dublin im Herzen«

 

Dublin, Sylvester 1959. Auf dem Wohnhaus einer irischen Großfamilie hält ein Vater seinen zehnjährigen Sohn in den Himmel, damit dieser die neu angebrachte Fernsehantenne – die erste im ganzen Viertel – nach England ausrichtet. Es stürmt und regnet wie immer, und im Wohnzimmer wartet die gespannte Familie auf die ersten Bilder der BBC …

Benjamin von Stuckrad-Barre, »Soloalbum«

 

Ungewöhnlich erfolgreich für einen Erstling platzte Benjamin von Stuckrad-Barres Soloalbum auf den Markt. Böse Zungen behaupten, Soloalbum sei deswegen so erfolgreich, weil es die Light-Ausgabe von Krachts Faserland sei. Vergessen Sie's.
Mit erstaunlich frischer Sprache erzählt Stuckrad-Barre in fast essayistischem Erzählton die Leidensgeschichte eines frisch gebackenen Singles. Und in jedem Fall sehr unterhaltsam …

Benjamin von Stuckrad-Barre, »Deutsches Theater«

 

Stuckrad-Barre nun also wieder. »Deutsches Theater« heißt sein neues Buch. Um es nicht so spannend zu machen: »Benni«-Fans werden enttäuscht sein. Denn »Deutsches Theater« ist etwas ganz anderes, als das, was Stuckrad-Barre bisher in Buchform publiziert hat. Klar, es ist immer noch Stuckrad-Barre. Aber der Mann hat eine Menge dazugelernt. Lesen Sie hier unsere Meinung zu diesem Buch …

Erik Tarloff, »Die Verlockung«

 

Erik Tarloff schrieb neben einigen Romanen und vielen journalistischen Arbeiten Reden für US-Präsident Bill Clinton, First Lady Hillary und Vize Al Gore. Er sollte also kennen, worüber er schreibt, wenn er in seinem neuen Roman »Die Verlockung« aus der Sicht eines Redenschreibers eines fiktiven amerikanischen Präsidenten erzählt …

Helge Malchow, »Der schöne Überfluss – Texte zu Leben und Werk von Uwe Timm«

 

Uwe Timm, bekannt durch seinen Kinderbuchbestseller "Rennschwein Rudi Rüssel" (verfilmt 1995) und die Novelle "Die Entdeckung der Currywurst" (1993), feierte am 30. März 2005 seinen 65. Geburtstag. Grund genug für Helge Malchow, Verleger von Kiepenheuer & Witsch, Freunde, Schriftstellerkollegen und Literaturkritiker ihre Gratulationen vorbringen zu lassen. Stefanie Westermayr hat sich den Sammelband genauer angesehen … 

Matthias Triebel, »nachttrümmer«

 

Wer Benjamin von Stuckrad-Barres »Soloalbum« mochte, kommt um dieses Buch nicht herum. »nachttrümmer« poppt nicht so lautstark und ist unbedingt lesenswert.
Die Frage ist nur: Wer ist dieser Autor? …

Martin Walser, »Tod eines Kritikers«

 

Nicht Fleisch, nicht Fisch – das ist die Grundaussage. Walser lässt es hier an inhaltlicher Kreativität und Distanz missen. Beides wäre notwendig gewesen, wenn es eine Satire hätte werden sollen …

Roger Willemsen, »Deutschlandreise«

 

Roger Willemsen wurde als Publizist und Fernsehmoderator bekannt und machte sich mit seinen Kultursendungen wie »Willemsens Woche« einen Namen. Seine Reportage »Deutschlandreise« erschien ursprünglich im Magazin der »Süddeutschen Zeitung« und kam Anfang 2002 als Buch heraus. Das Hörbuch haben wir nun hier besprochen …

Leon de Winter, »Sokolows Universum«

 

Über »Sokolows Universum« finden wir nur gute Worte. Schieren Wahnsinn nennt Volker Maria Neumann den Plot der von den Verstrickungen des russischer Emigranten Sokolow erzählt. Seine vollständige Meinung finden Sie hier …

Mona Yahia, »Durch Bagdad fließt ein dunkler Strom«

 

Die in Deutschland lebende jüdische Autorin Mona Yahia verarbeitete den »Stoff« ihrer Kindheits- und Jugendjahre zu einem umfangreichen Roman. Herausgekommen ist dabei ein »kunstvoll gewebter Flickenteppich« findet Volker Maria Neumann …

Yücelen Yüksel (Hrsg.), »Was sagt der Koran dazu?«

 

Der türkische Physiker und Chemiker Dr. Yücelen brachte 1986 einen schmalen Nachschlageband über den Islam heraus. Dieser ist von dtv neu aufgelegt worde und wir haben es uns angesehen …

 

   

Besprochene Autoren

zuletzt hinzugefügt:

J. Robert Lennon

»Postmann«

Gabriel García Márquez

»Erinnerung an meine traurigen Huren«

Mona Yahia

»Durch Bagdad fließt ein dunkler Strom«

Carsten Otte

»Schweineöde«

Joachim Bessing

»WIR MASCHINE«

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